Je mehr ich GA lese, desto weniger beschleicht mich die Absicht, je in Bad Godesberg eine Villa zu kaufen. Neulich sagte mir jemand, in seiner Straße hätten sich zahlreiche Brüche ereignet, in seinem Fall während einer nur halbstündigen Abwesenheit. Offensichtlich ist das Problem nebst den verwandten bekannt, ohne dass sonderlich kreative Überlegungen vorlägen, um die "Perle am Rhein" wieder vorzeigefähig zu machen. Interessant ist die schizoide Mischpolitik, einerseits die Missstände zu bezeichnen, andererseits im nächsten Atemzug zu erklären, so dramatisch sei es auch nicht. Was denn nun?
Goedart Palm
5/31/2012
5/27/2012
Glückstag - Scammer´s dream
l am Mr. Ibrahim Lamorde the group Charmain of Economic and Financial Crimes
Commission
(EFCC) OF THE FEDERAL REPUBLIC OF NIGERIA. We came across your email address while going through the list of people that have been scammed in the past few years.
Thus we have so far recovered (782 Million United State Dollars) from scammers in africa,asia and europe.
The trustees and board of directors in this office has decided to compensate all scammed victims financially with the sum of $500,000.00 from the above recovered funds without any delay and stress.
I will use this opportunity to let you know that the processing of your compensation award of $500,000.00 will be handle by the chairman's office only...
Please note that you are only to contact us if you have agreed with the content of this message. It is the time you forget about your sadness and face joy and happiness in your life. In God we trust.
Ich habe zwar durch Scammer bisher nicht so viel Geld verloren, aber finde das doch sehr nobel, gleich eine halbe Million für meinen moderaten Kummer einsacken zu dürfen. Man kann es nicht oft genug betonen, Scammer sind auch nur Menschen.
Goedart Palm
(EFCC) OF THE FEDERAL REPUBLIC OF NIGERIA. We came across your email address while going through the list of people that have been scammed in the past few years.
Thus we have so far recovered (782 Million United State Dollars) from scammers in africa,asia and europe.
The trustees and board of directors in this office has decided to compensate all scammed victims financially with the sum of $500,000.00 from the above recovered funds without any delay and stress.
I will use this opportunity to let you know that the processing of your compensation award of $500,000.00 will be handle by the chairman's office only...
Please note that you are only to contact us if you have agreed with the content of this message. It is the time you forget about your sadness and face joy and happiness in your life. In God we trust.
Ich habe zwar durch Scammer bisher nicht so viel Geld verloren, aber finde das doch sehr nobel, gleich eine halbe Million für meinen moderaten Kummer einsacken zu dürfen. Man kann es nicht oft genug betonen, Scammer sind auch nur Menschen.
Goedart Palm
5/26/2012
Grass oder die Leiden des neuen Hyperion
Dichter sollen dichten. Die Morgenzeitung
ist Anlass genug. Günter Grass dichtet also über Griechenland. "Europas
Schande" ist ein Gedicht, das als Beispiel der uneinlösbaren Ansprüche der
Poesie einen guten Platz in den Schulbüchern erlangen sollte. Ob das Gedicht
poetischen Standards entspricht oder nicht, wollen wir dabei gar nicht erst
entscheiden. Das Gedicht leidet an einem völlig anderen Dilemma. Es kommt
gravitätisch daher, kontaminiert griechische Antike und neuere Geschichte wild
mit aktuellen Befindlichkeiten und glaubt, einen moralischen Anspruch daraus
herleiten zu können. Zeus schleudert diesmal keine Blitze, sondern hilft den
Rettungsschirm zu öffnen - oder auch nicht. Was nun die Antike mit der
Gegenwart zu tun haben soll, vermag dieses Gedicht nicht anzugeben. Es säuselt
moderat mythologisch, um uns irgendwie klar machen zu wollen, dass Olymp,
Götter und Antigone doch nicht so schmählich enden dürfen. Ach ja, die Obristen
gab es auch noch… Das ist fundamental schlechtes Denken.
Die Historie wird an die
Gegenwart geklittert, zieht sie in ein Meer der bedeutungslosen Anspielungen
herunter: Grass, mach uns noch einmal den Hölderlin. Hier reklamiert einer
Allkompetenz, wo die Auguren längst versauern. Poeten suchen eine Form, eine wie
auch immer stark hervorgetriebene Bedeutung, wo ihr Metrum sich an fremden
Parametern wund scheuert. Wirklichkeit unterwirft sich solchem ästhetischen
Regiment nicht. Es gibt zahllose „Griechenländer“, die wir nicht erst
seit seit Johann Joachim Winckelmann als Konstruktionen mit bedingter
Haltbarkeit kennengelernt haben. Doch wer vertraut gar auf diese historischen,
kategorienlosen Multi-Überblendungen, wie sie uns Günter Grass nun aufdrängt,
wenn er aktuelle Probleme in zwölf Strophen erledigt. Dringender Rat oder
Packungsbeilage: Misstraut diesen Dichtern! In ihren assoziativen Niederungen
und Betroffenheitsgesten wird man nicht die Wahrheit finden, die Wirklichkeit
verdient. Wie wenig Poesie in
Gefahr und größter Not noch zu sagen vermag, dafür mag dieses Gedicht
stehen. Das „Rettende“ ist eine fragile Agenda, die längst von einem
anderen Metrum bestimmt wird.
Goedart Palm
5/25/2012
Documenta - oder die Profilierung des Profillosen
Den Höhepunkt ihre Akzeptanz respektive gesellschaftlichen Relevanz hatte die "documenta" 1972 erreicht. Das lag nicht allein an der konkreten Ausstellung, die Harald Szeemann inszeniert hatte. Damals war der Glaube an die Kunst noch vorhanden. Es gab Potentiale, die sich - 1968 hin oder her -nicht in einem holistischen Politikbegriff erschöpfen ließen. Die Kunst hatte einen Anspruch, der mal mehr als Autonomie und dann wieder als Systemfunktion definiert wurde, aber nicht jene perennierende Langeweile produzierte, die heute längst eingekehrt ist. Wer will heute schon noch "sensibilisiert" werden? Wer glaubt an Seherlebnisse hier, die nicht anderenorts ebenso möglich sind? Erstaunlich bleibt, dass diese abgelebten Kulturerfahrungsformen sich so hartnäckig gegen ihr wohl verdientes Ende wehren. Vor allem: Was denn, um Apollos Willen, dokumentiert denn die "documenta"? Was in irgendeinem Atelier gemacht wird und nun aufgrund idiosynkratischer Auswahl ein Publikum findet! Die Emphase des Bedeutungslosen ist ein spezifischer Trick der späten Moderne, den inzwischen aber jedes Kind kennt. Er funktioniert auch nur insoweit, als die Sachwalter des Systems ihre Eigeninteressen damit verbinden. Die Leute staunen nicht, weil der Kaiser vorgeblich neue Kleider trägt, sondern weil sie dafür bezahlt werden. Die Artefakte erlangen Bedeutung, weil es ein System gibt, das ökonomisch klar codiert ist. Aber wir als Publikum brauchen das nicht. Packt den Kram ein oder lieber erst gar nicht aus.
Goedart Palm
Goedart Palm
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