6/19/2009

Medienkompetenz und Youtube

"Youtube verblödet". Das Gute, Wahre und Schöne verschwindet endgültig. Kulturindustrie und Entfremdung. Menschen müssen gegenüber den zahlreichen medialen Formen des Internet eine neue Kompetenz ausbilden. Wir kennen dieses Gerede, wir kennen die Symposien und Gesprächskreise zu Neuen Medien. Wir kennen die folgenlosen Papiere zur Medienethik. Und vor allem kennen wir die Krokodilstränen der Medienwächter. Würde die Rede von der Medienkompetenz ernst genommen, würde tatsächlich ein Kampf der Kulturen stattfinden, dann fragen wir uns, warum dieser Kampf von den Statthaltern des Guten, Wahren und Schönen nicht geführt wird, nein, nicht einmal kleine Scharmützel riskieren die meisten. Die Selbstversicherung des je eigenen Kultur- und Medienbegriffs sind die Maßnahmen dieses Schutzes der Kulturgüter. Das Abendland bleibt also weiter gefährdet... Dabei würde sich die Kraft der eigenen Kultur oder wenigstens der eigenen Medienkompetenz doch leicht demonstrierten lassen: Warum haben die Kulturministerien keine Medien-KSK, keine Kreativzirkel oder sonst ein Gremium, wo doch für alles Gremien unterhalten werden, um sich dem "clash" der diversen Kulturen zu stellen? Gerade "Youtube" eröffnet großartige Möglichkeiten, die eigene Kultur auf ihre Strahlkraft anzutesten. Hier sind viele medialen Strategien denkbar, die wiederum den eigenen Kulturbegriff formalisieren würden, um die kreative Kraft zu beweisen, die man sich doch ohnehin bescheinigt. Der Untergang bestimmter Kulturen ist auf die mangelhafte Kreativität und Produktivität ihrer Wahrer mindestens ebenso zurückzuführen wie auch den angeblich defizitären Geschmack der kulturellen "loser" und so fort.

Goedart Palm

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