6/21/2012

Sein oder Schwachkopfsein

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Also ich meine, die Aktualisierung von Syntax und Grammatik ist das Mindeste, was ich hier in Zukunft erwarten darf, wenn ich mal so richtig "reingelegt" werden soll. Allerdings bei diesem Niveau wird "zwei Werktag" schwerlich reichen. Oder diese Betrüger sollten mal an einer sauberen Betrugssoftware arbeiten, die wenigstens in der Lage ist, ein Geschäftsschreiben identisch zu übernehmen. Das ist eine bescheidene Forderung, wenn man "in Rechnung stellt", wie wenig bescheiden die Absichten der "Follwoing Link"-Corp. sind. 


Goedart Palm

6/19/2012

Sicherheit und Stadtteil


Bonner sind besorgt um ihre Sicherheit notiert heute der General-Anzeiger. Diese Nachrichten häufen sich.  Inzwischen darf man sich fragen, wo es sich in Bonn, der Stadt, wo doch die Menschen nach der jüngsten Umfrage so gerne leben, sicher leben lässt. Die Frage berührt mehr als diese Sonntagsumfragen, wie schön es am Rhein ist. Wenn man bestimmte Viertel nachts nicht mehr passieren kann, ist es in Bonn nicht schön. Umfrage hin oder her. 

Was berührt mich der Kulturinfarkt, wenn längst der Sicherheitsinfarkt, so es denn Abnehmer für diesen Terminus geben sollte, droht. Es ist ohnehin grotesk, wenn in Bonn eine Wache in das Bonner Loch verlegt wird und dann dort offensichtlich genügend Umtriebe zu beobachten sind, die doch gerade mit dieser originellen Maßnahme bekämpft werden sollten. Es fehlt an kreativen Sicherheitslösungen - bis dahin sollte wenigstens eine Dauerpatrouille den Godesberger Stadtpark bereichern. Allerdings könnte die Nachfrage nach solchen Maßnahmen auch in anderen Stadtteilen, dem genannten Artikel des GA nach, steigen. Sicherheit ist auch ein, wenn nicht gar ein zentrales Moment von Stadtteilkulturen. 

Goedart Palm

6/18/2012

"Zäpfchenhaftigkeit" - Medi-Kamentierung als Selbstreferenz


"Claudia Bischoffs Naivität ist wichtig für die hinterhältige Zäpfchenhaftigkeit dieser Sendung" lese ich heute bei SPIEGEL-Online. Weder kenne ich die Sendung noch Frau Bischoff, auch nicht den Autoren dieses Satzes. Aber schon glaube ich an die "Zäpfchenhaftigkeit" dieses Verdikts. 

6/17/2012

Das Geheimnis des Fußballs

Die Kombination von Zielstrebigkeit und Zufall produziert jenes Drama, das uns fesseln kann. Hieraus lassen sich allgemeine Kriterien für das Drama ableiten.

Goedart Palm

6/16/2012

Beethoven und Herr Norbert Lammert

"...was von dieser Generation übrigbleiben wird, sind nicht die Bahnhöfe, Flughäfen oder Steuergesetze, sondern das Selbstverständnis, das sich auf den Schöpfungen von Kunst und Kultur gründet."

Ähnliche Feststellungen hört man seit Jahrzehnten auf Kulturveranstaltungen aller Sorten. Was mich bei diesen Sprüchen immer so wundert, ist die Vermessenheit zu glauben, man wisse, was spätere Generationen, so überhaupt der Begriff noch zulässig sein dürfte, nun denken oder nicht. Dass sich in fünf Jahrzehnten Menschen überhaupt noch für das kulturelle Selbstverständnis - was immer das sein mag - ihrer Vorfahren interessieren, will mir als müßige Spekulation erscheinen. Noch mehr aber die Vorstellung, nun müsse sich dieses Selbstverständnis gegenwärtig entsprechend entwickeln, um halt jene Nachfahren zu - ja was denn? - beeindrucken, wie großartig ihre Vorfahren respektive deren kulturelle Überzeugungen waren. Und drückt sich das etwa aus in der korrekten Rezeption Beethovens? Solche Sätze wie der von Herrn Lammert sind gut gemeint, als Appell, Motivation oder gar Projekt vermag ich sie nicht zu verorten. Niemand kann ein kulturelles Selbstverständnis als Prätention oder volitives Projekt betreiben. Gerade der Bezug auf dieses Selbstverständnis macht erst klar, wie wenig selbstverständlich hier noch irgendetwas ist... Und im Übrigen: Sind nun von den alten Ägyptern vorrangig die Pyramiden übrig geblieben oder deren Selbstverständnis? Letztlich ist es doch so, dass die Pyramiden jenes Selbstverständnis ausdrückten wie heute vielleicht Bahnhöfe und Flughäfen. In Lammerts Rede drückt sich der alte, übrigens sehr teutonische Gegensatz von Kultur und Zivilisation aus. Mein kulturelles Selbstverständnis würde darin bestehen, diesen Gegensatz für ein kulturreduktionistisches Modell zu halten.

Goedart Palm

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